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德语:反制特朗普关税:欧盟如何在格陵兰争端中对抗美国

在特朗普威胁要对反对美国吞并格陵兰岛的八个北约盟国加征关税后,欧洲的语气正在发生转变。德国副总理拉尔斯·克林贝伊周一在柏

在特朗普威胁要对反对美国吞并格陵兰岛的八个北约盟国加征关税后,欧洲的语气正在发生转变。德国副总理拉尔斯·克林贝伊周一在柏林宣布了具体的应对措施,这位社民党政治家如此宣称:“我们不会被勒索。欧洲将做出统一、明确的回应,我们目前正与欧洲伙伴制定协调一致的应对措施。”

受影响的国家——除德国外,还包括英国、丹麦、法国、芬兰、荷兰、挪威和瑞典——似乎都认为有必要做出回应。据《卫报》报道,瑞典首相乌尔夫·克里斯特松明确表示:“我们不会被勒索。”包括英国、法国和德国在内的几个盟国与丹麦联合发表声明,警告称局势将陷入“危险的螺旋式下降”,并承诺将做出“统一协调”的回应。路透社等媒体也报道了这一消息。

这些国家似乎都认为有必要做出回应。针对特朗普在格陵兰岛争端中加征关税的协调行动已初见成效:欧盟大使们周日原则上达成一致,将加大力度劝阻特朗普不要加征关税,同时准备采取反制措施。其中一项核心措施是重启此前拟定的价值930亿欧元的针对美国商品的报复性方案。该方案最初是为了应对特朗普早前的贸易战威胁而制定,但在2025年夏季贸易协议达成后被搁置。

克林贝伊尔概述了欧盟应对特朗普关税的三项具体方案:首先,欧盟与美国现有的关税协议(原定于本周由欧洲议会通过)已被搁置;其次,欧盟对从美国进口商品征收的关税已被暂停,但可以恢复征收;此外,欧盟还拥有一套应对经济讹诈的“非常敏感的措施”。欧盟现在应该研究如何运用这些措施。克林贝伊尔表示,他无意让事态升级。 “我们已准备好寻求解决方案。我们伸出了橄榄枝,但我们绝不接受勒索。”底线已被触到。

作为最激烈的选项,欧盟正在讨论使用其所谓的反胁迫工具。这一“贸易重炮”可以彻底切断进入欧洲单一市场的渠道,并专门用于打击在欧洲大陆开展广泛业务的大型美国科技公司或其他服务提供商。

法国总统马克龙尤其积极敦促欧盟同行启动反胁迫工具,因为特朗普在格陵兰岛争端中发出了威胁。尽管法国过去在特朗普威胁报复时曾回避过这一工具。对肯塔基波旁威士忌等具有象征意义的美国出口产品征收定向关税,被认为是欧盟针对特朗普选民基础行之有效的策略。

据《泰晤士报》报道,除了贸易政策工具外,欧洲还在讨论一些非常规手段。尽管更激进的方案正在讨论中,但柏林官员对彻底将美军驱逐出欧洲军事基地持怀疑态度。然而,据《经济学人》报道,欧盟确实正在考虑利用美国在欧洲的军事基地作为筹码。例如,位于德国的拉姆施泰因空军基地对于美国向非洲和中东投射军事力量至关重要。大幅提高这些设施的租金被认为是可能的应对措施。

除了军事层面,欧盟在科技领域也拥有强大的筹码,可以在与特朗普就格陵兰岛问题进行的争端中加以利用。布鲁塞尔方面已经采取了更为强硬的行动,例如,据《纽约时报》报道,欧盟因埃隆·马斯克的社交媒体平台X违反《数字服务法》的多项规定,对其处以1.2亿欧元罚款。这项反强制措施可以专门用于针对大型美国科技公司等服务提供商,并对在欧洲大陆开展广泛业务的公司施加限制。

然而,欧洲武器库中最具潜在威力的武器却与能源领域有关。欧盟购买了美国出口的液化天然气和原油的大约一半。据路透社报道,对这些燃料征收关税将严重损害美国能源产业,但短期内也会对德国和其他成员国造成沉重打击。这些反制措施正在制定中,旨在让欧洲领导人在达沃斯世界经济论坛与特朗普的关键会晤中拥有更大的筹码。

在德国执政联盟基民盟/基社盟和社民党内部,不同的应对策略正在出现。克林贝伊主张采取强硬路线,而基民盟议会党团主席延斯·施潘则敦促采取“审慎的回应”。尽管有必要与美国“明确且毫不含糊地”对话,但“如果我们升级冲突,双方都无益”。例如,在乌克兰问题上,德国与美国存在许多共同的安全利益。“我们需要彼此,我们应该在会谈中反复强调这一点。”

萨赫拉·瓦根克内希特联盟主席法比奥·德·马西在接受《法兰克福评论报》采访时表示:“德国政治对美国的依赖已经持续太久。美国部署中程导弹必须立即停止。北溪天然气管道项目应该在停火框架内重启。”这位政治家补充说,这将减少对特朗普页岩气开采的依赖。“此外,我们应该对在美国的大型科技公司在欧洲的利润征收更高的税,并威胁关闭美国军事基地。由于欧洲经济正遭受高能源价格的困扰,我们缺乏采取报复性关税筹码。”

绿党也对政府应对特朗普的政策反应提出了严厉批评。绿党议会党团主席卡塔琳娜·德罗格表示:“我们的感觉是,特别是基民盟,正深陷内部冲突,苦苦寻找出路——而他们目前似乎找不到。”特朗普现在公开表示“国际法对他来说不存在,他自己的决定就是他进行贸易的指南针”。

Nach Trumps Drohung, zusätzliche Zölle gegen acht NATO-Verbündete zu verhängen, die sich einer US-Übernahme Grönlands widersetzen, zeichnet sich in Europa ein Wandel der Tonlage ab. Vizekanzler Lars Klingbeil kündigte am Montag in Berlin konkrete Gegenmaßnahmen an: „Wir lassen uns nicht erpressen. Es wird eine geschlossene, eine deutliche Antwort Europas geben und wir bereiten jetzt mit unseren europäischen Partnern geschlossene Gegenmaßnahmen vor“, erklärte der SPD-Politiker.

Die betroffenen Länder – neben Deutschland sind dies Großbritannien, Dänemark, Frankreich, Finnland, die Niederlande, Norwegen und Schweden – scheinen sich darauf zu verständigen, dass eine Antwort erforderlich ist. Schwedischer Ministerpräsident Ulf Kristersson stellte laut Guardian klar: „Wir lassen uns nicht erpressen.“ Mehrere Verbündete, darunter Großbritannien, Frankreich und Deutschland, veröffentlichten gemeinsam mit Dänemark eine Erklärung, die vor einer „gefährlichen Abwärtsspirale“ warnt und verspricht, „vereint und koordiniert“ zu antworten, wie es unter anderem bei Reuters heißt.

Diese Koordination gegen Trumps Zölle im Gröndland-Streit zeigte bereits erste konkrete Ergebnisse: EU-Botschafter erreichten am Sonntag eine grundsätzliche Einigung, die Bemühungen zu intensivieren, Trump von der Zollerhebung abzubringen, während gleichzeitig Vergeltungsmaßnahmen vorbereitet werden. Im Zentrum steht die Reaktivierung eines bereits ausgearbeiteten Vergeltungspakets im Wert von 93 Milliarden Euro gegen US-Waren. Dieses Paket war ursprünglich als Antwort auf Trumps frühere Handelskriegsdrohungen entwickelt worden, wurde aber nach dem Handelsabkommen vom Sommer 2025 ausgesetzt.

Klingbeil skizzierte drei konkrete Reaktionsoptionen, wie die EU mit Trumps Zöllen umgehen könnte: Die bisherige Zolleinigung, die es mit den USA gebe und die in dieser Woche im Europäischen Parlament verabschiedet werden sollte, liege auf Eis. Das Zweite sei, dass es ausgesetzte EU-Zölle auf Importe aus den USA gebe – diese könnten in Kraft treten. Dazu gebe es einen europäischen Instrumentenkasten, mit dem die EU auf wirtschaftliche Erpressungen mit „sehr empfindlichen Maßnahmen“ reagieren könne. Die EU solle den Einsatz dieser Maßnahmen jetzt prüfen. Klingbeil sagte, er habe kein Interesse an einer Eskalation. „Wir sind bereit, Lösungen zu finden. Unsere Hand ist ausgestreckt, aber wir sind nicht bereit, uns erpressen zu lassen.“ Die Grenze sei erreicht.

Als drastischste Option diskutiert die EU den Einsatz ihres sogenannten Anti-Zwangs-Instruments. Diese „Handels-Bazooka“ könnte den Zugang zum europäischen Binnenmarkt komplett abschneiden und gezielt gegen große amerikanische Technologieunternehmen oder andere Dienstleister eingesetzt werden, die umfangreiche Geschäfte auf dem Kontinent betreiben.

Besonders Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drängt seine EU-Kollegen aktiv dazu, das Anti-Zwangs-Instrument wegen Trumps Drohungen im Grönland-Streit zu aktivieren, obwohl Frankreich in der Vergangenheit davor zurückschreckte, als Trump mit Vergeltung drohte. Als bewährte EU-Taktik gelten gezielte Zölle auf symbolträchtige US-Exporte wie Bourbon aus Kentucky, um gezielt Trumps Wählerbasis zu treffen.

Neben handelspolitischen Instrumenten diskutiert Europa der Timeszufolge auch unkonventionellere Hebel. Während radikalere Optionen im Gespräch sind, sehen Berliner Beamte einen kompletten Rauswurf der US-Streitkräfte aus Militärbasen in Europa skeptisch. Laut The Economist erwägt die EU jedoch tatsächlich, amerikanische Militärstützpunkte in Europa als Druckmittel zu nutzen. Einrichtungen wie die Ramstein Air Base in Deutschland sind von entscheidender Bedeutung für die Projektion amerikanischer Militärmacht nach Afrika und in den Nahen Osten. Als wahrscheinliches Mittel der Wahl gilt eine deutliche Erhöhung der Miete für diese Einrichtungen.

Parallel zur militärischen Dimension verfügt die EU auch im Technologiesektor über mächtige Hebel, die im Streit mit Trump vor dem Hintergrund der Grönland-Debatte genutzt werden könnten. Brüssel hat bereits aggressiver gehandelt, etwa durch eine Geldstrafe von 120 Millionen Euro gegen X, Elon Musks Social-Media-Plattform, wegen verschiedener Verstöße gegen das Digitale-Dienste-Gesetz, wie etwa die New York Timesschreibt. Das Anti-Zwangs-Instrument könnte gezielt gegen Dienstleister wie große amerikanische Technologieunternehmen eingesetzt werden und Beschränkungen für Unternehmen verhängen, die umfangreiche Geschäfte auf dem Kontinent betreiben.

Die womöglich schärfste Waffe im europäischen Arsenal betrifft jedoch den Energiesektor. Die EU kauft etwa die Hälfte des verflüssigten Erdgases und Rohöls, das die USA exportieren. Zölle auf diese Brennstoffe würden der amerikanischen Energieindustrie schweren Schaden zufügen, aber auch Deutschland und andere Mitgliedstaaten kurzfristig hart treffen, wie Reuters unter anderem schreibt. Die Vergeltungsmaßnahmen werden ausgearbeitet, um europäischen Führern Verhandlungsmacht bei entscheidenden Treffen mit Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu geben.

In der deutschen Regierungskoalition aus Union und SPD zeigen sich unterschiedliche Ansätze. Während Klingbeil eine harte Linie vertritt, mahnte CDU-Fraktionschef Jens Spahn eine „besonnene Antwort“ an. Zwar müsse man „klar und deutlich“ mit den USA reden, aber keine Seite habe etwas davon, „wenn wir eskalieren“. Es gebe viele gemeinsame Sicherheitsinteressen mit den USA, etwa bezüglich der Ukraine. „Wir brauchen einander und das sollten wir uns in den Gesprächen immer wieder deutlich machen.“

Gegenüber der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media der BSW-Bundesvorsitzende, Fabio De Masi: „Die deutsche Politik hing viel zu lange am Rockzipfel der USA. Die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen muss sofort aufgekündigt werden. Nord Stream sollte – eingebettet in einen Waffenstillstand – wieder in Betrieb genommen werden.“ Dies würde die Abhängigkeit von Trumps Fracking-Gas reduzieren, so der Politiker. „Zudem sollten wir Profite von US-Big-Tech-Konzernen in Europa stärker besteuern und mit der Kündigung von US-Militärbasen drohen. Bei Gegenzöllen fehlt uns ein Hebel, da die europäische Wirtschaft unter hohen Energiepreisen leidet“

Die Grünen griffen die Regierung ebenfalls deutlich wegen der Reaktion auf Trump scharf an. Fraktionschefin Katharina Dröge kritisierte: „Unser Eindruck ist, dass insbesondere die CDU in der Bundesregierung hier hart mit sich selbst ringt und auf der Suche ist nach einem Kurs – und dass sie diesen Kurs aktuell nicht mehr finden.“ Trump spreche inzwischen offen aus, „dass so etwas wie ein internationales Recht für ihn nicht existiert, sondern allein seine eigenen Entscheidungen für ihn der Kompass des Handels sind“.